Was ist eine ökumenische Trauung?

An der Hochzeit konfessionsverschiedener Paare können Geistliche beider Konfessionen beteiligt sein. Streng genommen bleibt sie aber trotzdem entweder evangelisch oder römisch-katholisch.

Wenn Ehepartner unterschiedlichen christlichen Konfessionen angehören und an ihrem Traugottesdienst Geistliche beider Konfessionen beteiligt sind, spricht man von einer ökumenischen Trauung. Auch wenn die Mitwirkung zweier Konfessionen kirchenrechtlich nicht erforderlich ist, entscheiden sich gerade viele Paare, die sich ihren jeweiligen Kirchen verbunden fühlen, dafür. Sie möchten den Start in ihre konfessionsverbindende Ehe bewusst so feiern, wie sie sich beide im Glauben beheimatet fühlen.

2018 wurden In der Evangelischen Kirche im Rheinland 4175 Traugottesdienste gefeiert. Davon waren 42 Prozent Gottesdienste mit evangelisch-römisch-katholischen Paaren. Die Quote umfasst je nach konfessioneller Prägung der Region eine Spanne von 21,4 Prozent im damaligen Kirchenkreis Braunfels (heute: An Lahn und Dill) bis zu 62,2 Prozent im Kirchenkreis Saar-West. Es gibt aber keine gesonderte Statistik darüber, an wie vielen Traugottesdiensten, die in ein evangelisches Kirchenbuch eingetragen worden sind, ein römisch-katholischer Priester teilgenommen hat und die damit als ökumenische Trauung gefeiert wurden. Umgekehrt wird statistisch auch nicht erhoben, an wie vielen Traugottesdiensten in katholischen Kirchen in unserem Kirchengebiet eine evangelische Pfarrerin oder ein evangelischer Prädikant beteiligt sind. Konfessionsverbindende Ehen gibt es auch bei evangelisch-freikirchlichen oder evangelisch-anderschristlichen Paaren. Sie spielen allerdings zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle.

Unsere evangelische Agende (= Gottesdienstordnung) „Trauung“ enthält zwei besondere Formulare für die „Gemeinsame Feier der kirchlichen Trauung“ zwischen evangelischen und römisch-katholischen Ehepartnern und Hinweise für „Ehen zwischen evangelischen und orthodoxen Christinnen und Christen“.

Die gemeinsame Ordnung mit der römisch-katholischen Kirche wurde schon 1971 von der Bischofskonferenz und dem Rat der EKD herausgegeben und ist 1991 überarbeitet worden. Sie unterscheidet zwei Formulare danach, welcher Pfarrer oder Ordinierte den Kern der Trauung leitet, also die sogenannte „Trauerklärung“ oder „Bestätigung der Vermählung“. Üblicherweise findet die Trauung auch in dessen Kirche statt. Die Geistlichen der jeweils anderen Konfession sind an der Trauung „beteiligt“. Strenggenommen sind auch ökumenische Trauungen also entweder eine evangelische oder eine römisch-katholische Trauung, die auch nur in ein Kirchenbuch eingetragen wird.

Für römisch-katholische Christinnen und Christen gibt es auch die Möglichkeit, über ihr Pfarramt eine sogenannte „Befreiung von der Formpflicht“ zu beantragen. Dann ist im Sinne des katholischen Kirchenrechtes auch eine Trauung, an der kein römisch-katholischer Priester teilnimmt, eine vollgültige (ökumenische) Trauung. Nach dem römisch-katholischen Verständnis ist die Trauung ein Sakrament, das sich die Eheleute gegenseitig spenden und das vom Geistlichen nur bezeugt wird.                                                                                                                                     

Eckart Schwab

Quelle: EKiR.info 5/2020

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