Weltgebetstag 2020

Simbabwe 2020 - Steh auf und geh!

„Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 06. März 2020. Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Am Freitag, 6. März 2020 finden auch in unserer Gemeinde wieder Gottesdienste zum Weltgebetstag statt: 

In Stolberg (Kirche St. Mariä Himmelfahrt): 15:30 Uhr Einsingen der Lieder und 16:00 Uhr Gottesdienst

In Aachen-Brand (Kirche St. Donatus): 16:00 Uhr Gottesdienst         

Insbesondere die Lieder des Weltgebetstages lassen uns teilhaben am Leben der Frauen in Simbabwe und zeigen ihre Sorgen, aber auch Ihren Mut und Ihre Entschlossenheit aufzustehen und etwas zu bewegen. An den unten aufgeführten Tagen gibt es im Ökumenischen Gemeindezentrum Frankental, Frankentalstraße 18, 52222 Stolberg die Möglichkeit unter der Leitung von Gunther Antensteiner diese Lieder kennen und singen zu lernen:

Mittwoch, 22. Januar 2020              19:00 – 19:45 Uhr
Mittwoch, 12. Februar 2020            19:00 – 19:45 Uhr

Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei Anette Riedel (02402) 29138 - für Stolberg - und Roswitha Rienäcker (02408) 5440 - für Aachen-Brand.

Kleine Landeskunde:

Umschlossen von Südafrika, Mosambik, Sambia und Botswana, ist Simbabwe eines der afrikanischen Länder ohne eigenen Meerzugang. Viele Güter werden vom Hafen Beira in Mosambik per Eisenbahn ins Land gebracht. Landschaftlich hat Simbabwe viel zu bieten: Am Sambesi donnern die Victoriafälle über 108 m hinab in die schmale Batoka-Schlucht, wo Rafting und Bungee-Jumping angeboten werden. Flussabwärts liegen die Nationalparks Matusadona und Mana-Pools, wo Nilpferde, Nashörner und verschiedene Vogelarten leben.

86 % der Bevölkerung gehören einer christlichen Kirche an, 2 % folgen traditionellen Religionen, 1 % sind Muslime, 11 % geben keine Religion an. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung gehören 53 % der protestantischen Kirche an, 26 % einer Pfingst- oder Freikirche, 7 % sind römisch-katholisch.

Erst am 18. April 1980 führte ein mehrjähriger Befreiungskrieg zur Unabhängigkeit. Auf dem ersten Präsidenten, Robert Mugabe, ruhten große Hoffnungen, doch er etablierte ein autoritäres, repressives Herrschaftssystem. Seit 2000 befindet sich das Land in einer Wirtschaftskrise. 2017 wurde Mugabe durch einen Militärputsch von Emmerson Mnangagwa abgelöst, die Wahlen im Juli 2018 gewann Mnangagwa wahrscheinlich mithilfe von Wahlbetrug. Im Januar 2019 erreichte die Wirtschaft einen neuen Tiefpunkt. Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dennoch dominieren – vor allem auf dem Land – noch immer Polygamie, Zwangsverheiratung und vielfältige Diskriminierungen. Kein einfaches Leben und umso beeindruckender das von den simbabwischen Frauen gewählte Motto: „Steh auf und geh!“.

Gelebte Gemeinschaft

Ökumene kommt von Oikos, das bedeutet bildlich gesprochen „das gemeinsame Haus“  – mit einem solchen gemeinsamen Haus – dem Ökumenischen Gemeindezentrum Frankental – wurde die langjährige, gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Lucia quasi „in Stein gemeißelt“.

Auch der Gemeindebezirk Brand pflegt den guten Kontakt zur dortigen katholischen Pfarrgemeinde St. Donatus. Die Verbundenheit wird alle drei Jahre mit einem gemeinsamen Gemeindefest gefeiert.
In unserer Evangelischen Kirchengemeinde entwickelte sich schon sehr früh ein gutes und offenes Klima für die Ökumene. Und heute sind zahlreiche gemeinsame Gottesdienste, gemeinsame Bibel- und Gesprächsangebote, eine ökumenische Karnevalssitzung in Stolberg, Kinderbibeltage in Mausbach sowie mit über 100 Kindern in Brand und viele persönliche Kontakte zwischen den Amtsträgern beste Beispiele für die gute Zusammenarbeit. Fast schon selbstverständlich sind "ökumenische" Trauungen und gemeinsame Schulgottesdienste.

Musik kennt keine Grenzen

Auch auf musikalischer Ebene wird die Ökumene gelebt. So findet in den Stolberger Gemeinden konfessionsübergreifend ein reger, musikalischer Austausch statt. Geleitet von den Kantoren Gunther Antensteiner und Hermann-Josef Schulte musizieren die Chöre der evangelischen und katholischen Gemeinden regelmäßig in Gottesdiensten und Konzerten, gerne auch gemeinsam.
Unter Ökumene verstehen viele Menschen vorrangig das Verhältnis zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche. In einem weiteren Verständnis von Ökumene geht es aber auch um die Zusammenarbeit der christlichen Gemeinschaften und Konfessionen, die sich in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen organisiert haben. Unabhängig von manchen Entwicklungen, die von der Amtskirche her das Verhältnis der beiden Konfessionen zueinander nicht gerade vorangebracht haben, hat sich die Ökumene von unten, das heißt auf der Gemeindeebene, gut entwickelt.

Für uns bedeutet das: Bei allen Unterschieden etwa in Fragen des Amtes und der Kirchenstruktur verstehen wir uns als Teil der ökumenischen Bewegung, in der es nicht mehr nur allein um ein besseres Verständnis und eine engere Zusammenarbeit der Kirchen geht, sondern um den weltweiten Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

Wichtig bleibt der Grundsatz: Das Gemeinsame betonen und das noch Trennende respektieren.

Aktueller Gemeindebrief

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