Gelebte Gemeinschaft

Ökumene kommt von Oikos, das bedeutet bildlich gesprochen „das gemeinsame Haus“  – mit einem solchen gemeinsamen Haus – dem Ökumenischen Gemeindezentrum Frankental – wurde die langjährige, gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Lucia quasi „in Stein gemeißelt“.

Auch der Gemeindebezirk Brand pflegt den guten Kontakt zur dortigen katholischen Pfarrgemeinde St. Donatus. Die Verbundenheit wird alle drei Jahre mit einem gemeinsamen Gemeindefest gefeiert.
In unserer Evangelischen Kirchengemeinde entwickelte sich schon sehr früh ein gutes und offenes Klima für die Ökumene. Und heute sind zahlreiche gemeinsame Gottesdienste, gemeinsame Bibel- und Gesprächsangebote, eine ökumenische Karnevalssitzung in Stolberg, Kinderbibeltage in Mausbach sowie mit über 100 Kindern in Brand und viele persönliche Kontakte zwischen den Amtsträgern beste Beispiele für die gute Zusammenarbeit. Fast schon selbstverständlich sind "ökumenische" Trauungen und gemeinsame Schulgottesdienste.

Musik kennt keine Grenzen

Auch auf musikalischer Ebene wird die Ökumene gelebt. So findet in den Stolberger Gemeinden konfessionsübergreifend ein reger, musikalischer Austausch statt. Geleitet von den Kantoren Gunther Antensteiner und Hermann-Josef Schulte musizieren die Chöre der evangelischen und katholischen Gemeinden regelmäßig in Gottesdiensten und Konzerten, gerne auch gemeinsam.
Unter Ökumene verstehen viele Menschen vorrangig das Verhältnis zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche. In einem weiteren Verständnis von Ökumene geht es aber auch um die Zusammenarbeit der christlichen Gemeinschaften und Konfessionen, die sich in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen organisiert haben. Unabhängig von manchen Entwicklungen, die von der Amtskirche her das Verhältnis der beiden Konfessionen zueinander nicht gerade vorangebracht haben, hat sich die Ökumene von unten, das heißt auf der Gemeindeebene, gut entwickelt.

Für uns bedeutet das: Bei allen Unterschieden etwa in Fragen des Amtes und der Kirchenstruktur verstehen wir uns als Teil der ökumenischen Bewegung, in der es nicht mehr nur allein um ein besseres Verständnis und eine engere Zusammenarbeit der Kirchen geht, sondern um den weltweiten Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

Wichtig bleibt der Grundsatz: Das Gemeinsame betonen und das noch Trennende respektieren.

Um Gottes Willen ...!?

Gemeindebrief.evangelisch.de

Eine Frau, von der ich dachte, sie sei meine Freundin, überreichte mir eines Tages einen Umschlag mit Geld, das ihr die Schwiegermutter, die im Heim verstorben war, hinterlassen hatte. Ich war zu der Zeit „klamm“ im Portemonnaie und hätte das Geld, das sie für mich vorgesehen hatte, nämlich 1000 Euro, gut gebrauchen können. Doch in meinem Innern war ich derart aufgewühlt, dass ich instinktiv das Geschenk verweigerte. Meine Begründung war, dass ich die alte Dame weder gekannt noch jemals ein Wort mit ihr gewechselt hätte. Ich schlug vor, es dem Personal im Heim zukommen zu lassen. Natürlich war die Freundschaft nach dieser Aktion beendet. Drei Monate später kam dann ein Brief von ihr, in dem sie mir mitteilte, dass ich die einzige von zehn Personen gewesen sei, die das Geld nicht hätte annehmen wollen und sie es deshalb einer alleinerziehenden Mutter gegeben habe, damit sie mit ihren vier Kindern einmal Urlaub machen könne. (Marie-Luise O.)

„Um Gottes Willen…!?“, so denken wir manchmal nach einer Alltagsbegebenheit, die uns nicht loslässt. Scheinbar ist da etwas Tiefergehendes geschehen, dass auch unser Inneres und unsere Seele berührt hat. Das hatte was mit unserem Glauben zu tun, und womöglich war sogar Gott mit im Spiel. Über solche Alltagserfahrungen und Kurzgeschichten, wird hier zukünftig unter der Überschrift Um Gottes Willen….!? berichtet werden. Falls auch Ihnen solch oder eine ähnliche Begebenheit begegnet, geben Sie diese doch gerne in solch kurzer Textform an die Redaktion des Gemeindebriefes weiter. (Jens W.)

Ansprechpartner: Pfarrer U. Loeper und/oder Ev. Gemeindeamt Stolberg).

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